Raus aus
dem Stau!

Ja zur Bonner Verkehrswende,
aber durchdacht.

Aktuelle Verkehrskarte

Staus vermeiden, Verkehrs­fluss steigern, Arbeitsplätze sichern

Die Straßeninfrastruktur ist in der Region Bonn/Rhein-Sieg zu den Hauptverkehrszeiten häufig überlastet, Verkehrsstaus sind die Folge. Für die Wirtschaft ist dies problematisch, da die Erreichbarkeit der Unternehmensstandorte und der Kunden einen wesentlichen Standortfaktor darstellt und insbesondere Pkw und Lkw eine hohe Bedeutung für die Betriebe haben.

In vielen Fällen können Kraftfahrzeuge nicht durch ein anderes Verkehrsmittel ersetzt werden. Längere Fahrzeiten sorgen für Verzögerungen bei Lieferungen, höhere Preise und abgelehnte Aufträge. Auch für Beschäftigte, die zu ihrem Arbeitsplatz pendeln, kann die Situation belastend sein. Der Pkw ist ein bequemes und schnelles Verkehrsmittel, das in manchen Arbeits- und Wohnsituationen unersetzbar ist. Aber auch Busse und Straßenbahnen stehen im Stau.

Die Folgen sind zusätzliche Emissionen, Zeitverluste und Stress. Problematisch ist, dass Prognosen zufolge der Verkehr auf den Straßen in der Region weiter zunehmen wird. Gründe sind unter anderem das Bevölkerungswachstum und ein gestiegenes Mobilitätsangebot. Der Verkehrsfluss muss deshalb für alle Verkehrsmittel aufrechterhalten bleiben, auch für die wirtschaftsbedeutsamen Kraftfahrzeuge.

Das sagen die Betroffenen

Die täglichen Staus sind für mich Arbeitszeit, die keiner bezahlt.

Michael Linde 

Zimmerei Linde , Bonn

Ich bin täglich zu unseren Kunden unterwegs, oft mit schwerem Gerät. Ein reibungsloser Verkehr wäre toll, ist aber leider nie möglich. Die vielen Staus in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis verursachen nicht nur zeitliche Probleme, sondern auch höhere Fahrt- und Logistikkosten, die wir am Ende auf den Kunden umlegen müssen. Ich überlege mittlerweile schon, ob ich überhaupt noch Kundschaft in Richtung Meckenheim annehmen soll, weil der Verkehr dorthin eine einzige Katastrophe ist. Das größte Problem ist in meinen Augen die schlechte Koordination aller Baumaßnahmen.

Testergebnis schon jetzt mangelhaft: Staus und fehlende Ladezonen auf der Adenauerallee

Michael Salgert

Inhaber HiFi Linzbach GmbH, Bonn (Adenauerallee)

Entgegen unserer Bitte haben wir keine Ladezone vor unserem Betrieb bekommen. Bei der Anlieferung von Ware entstehen erhebliche Verkehrsbehinderungen. Lieferanten erzeugen notgedrungen weitläufigen Stau. Das wird zum Problem für Verkehrsteilnehmer und ganz Bonn.
Meine Kunden geben mir schon nach wenigen Wochen des Testbetriebs reihenweise das Feedback, dass sie bei dieser Verkehrssituation nicht mehr kommen wollen. Ich bin selber Anwohner und Fahrradfahrer. Am ärgerlichsten ist für mich, dass es für mich als Fahrradfahrer sehr gut erschlossene und ausgebaute Fahrradwege am Rheinufer und der Kaiserstraße gibt. Es ist mir unverständlich, warum meine Firmenexistenz aufs Spiel gesetzt wird für einen alternativen Weg, der mehr als unnötig erscheint.

Wir brauchen eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Politik und allen Beteiligten.

Bernd Rott

Stadtbrotbäcker Rott GmbH, Bonn

Als Vertreter des Handwerks fordere ich, dass unsere Stimmen gehört werden. Wir benötigen angemessene Parkmöglichkeiten vor Ort, um effizient arbeiten zu können. In den letzten Gesprächen mit der Stadt wurde die Möglichkeit eingeräumt, mehr Wirtschaftsparkplätze zu schaffen, jedoch ist die aktuelle Anzahl nicht ausreichend. Es bedarf weiterer Maßnahmen, um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern und sicherzustellen, dass Kunden gerne vor Ort einkaufen. Die Politik muss mehr tun, um diese Bedürfnisse zu erfüllen und ein positives Umfeld für Unternehmen und Kunden zu schaffen, denn Bonn ist eine absolut lebenswerte Stadt.

Wir brauchen in Bonn ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen allen Verkehrsteilnehmern.

Thomas Radermacher

Kreishandwerksmeister Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg

Die Kampagne Vorfahrt Vernunft steht dafür, die Verkehrswende mit Vernunft und Blick für die Realitäten durchzuführen. Das Auto ist und bleibt ein unverzichtbares Verkehrsmittel, insbesondere für unsere Unternehmen und wir brauchen ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen allen Verkehrsteilnehmern. Es ist furchtbar nervig, nach Bonn zu fahren und täglich viel Zeit damit zu verbringen, im Stau zu stehen. Wir verschwenden jeden Tag 2-3 Stunden pro Mitarbeiter im Stau. Das ist nicht nur lästig, sondern auch teuer.

Baustellen müssen sein, warum alle auf einmal?

Roger Eggemann 

Spedition Mathias Düren, Bonn

Ich bin sehr oft für unsere Spedition im Bonner Raum und im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs – zumindest versuche ich es. Mittlerweile fahre ich morgens viel früher los als sonst, um einigermaßen pünktlich bei unseren Kunden anzukommen. Im Stau auf der A562 stehe ich täglich. Die vielen Baustellen in Bonn sind der absolute Wahnsinn. Mit dem Lkw kommen wir da kaum durch, so dass wir fast nur noch mit dem Kleintransporter ausliefern. Dadurch sind dann aber zusätzliche Fahrten notwendig.

Die Verkehrsprobleme in Bonn haben direkte Auswirkungen auf die Gesundheits­versorgung.

Julia Flörken

Inhaberin Privatpraxis für Physiotherapie, Bonn

Patienten kommen nicht mehr in unsere Praxis, da sie die zeitlichen Verzögerungen nicht mehr in Kauf nehmen möchten. Der wirtschaftliche Schaden für unsere Praxis und damit auch für die auf Gewerbesteuereinnahmen angewiesene Bundesstadt Bonn ist derzeit nicht absehbar. Die Abschaffung von Parkplätzen in der Südstadt und anderorts in Bonn verschärft diese Situation zusätzlich. Für Hausbesuche finden wir keine wirtschaftlich tragbare Lösung mehr, da unser Team unentgeltlich eine nicht zu kalkulierende Fahrzeit absolvieren müsste. Als Gesundheitsunternehmen fragen wir uns, wie eine Verkehrspolitik, die zu ständigen Staus und Verkehrsstörungen führt, dem Klimaschutz und der Gesundheit der Menschen dient.

Nicht parken können und dazu der Bonner Verkehr – echte Pflegefälle.

Katharina Kierat 

Bonner Pflegedienst , Bonn

Ohne die Fahrt mit dem Auto ist meine Arbeit unmöglich. Ich bin täglich mit dem Fahrzeug unterwegs, um mich um meine Pflegebedürftigen zu kümmern. Pflege passiert an 365 Tagen im Jahr. Es ist fast unmöglich, die ohnehin schon viel zu kurz bemessene Zeit für die Pflege zu nutzen. Selbst ein Kurzbesuch zur Verabreichung von Medikamenten oder für eine Insulinspritze wird zum Problem. Auch hierfür muss ich mein Auto irgendwo legal abstellen können. Und um beim nächsten Patienten halbwegs pünktlich zu erscheinen, muss ich mich wieder beeilen, und der Stress geht wieder von vorne los. Ich versorge Menschen, die sich auf mich verlassen müssen. Die Verkehrslage macht dies nahezu unmöglich.

Mehr Handwerker­parkplätze für Bonn

Guido Odenthal

SHK-Betrieb "Odenthal Haustechnik GmbH", Siegburg

Insbesondere zu Stoßzeiten stehen wir oft im Stau, was nicht nur Zeit kostet, sondern auch unsere Planung und Effizienz beeinträchtigt. Es kommt sogar vor, dass ich zu bestimmten Uhrzeiten erst gar nicht in die Stadt fahre, um Zeit und Stress zu sparen. Es ist unerlässlich, dass die Stadt mehr Handwerkerparkplätze zur Verfügung stellt. Unsere Kunden erwarten eine schnelle und effiziente Dienstleistung, die durch lange Fußwege zum Parkhaus oder Transportprobleme mit Werkzeugen und Materialien beeinträchtigt wird. Alle Einsätze mit dem Lastenrad abzudecken, ist unrealistisch. Ich wünsche mir eine Verkehrspolitik, die ein Nebeneinander von verschiedenen Verkehrsteilnehmern ermöglicht.

Die aktuellen Verkehrsbedingungen führen zu höheren Kosten, die wir nicht auf die Kunden umlegen können.

Richard Schmitz

Inhaber Schmitz Baukunst GmbH, Großhandel Parkett und Bodenbeläge, Bonn

Wir sind täglich mit unseren Fahrzeugen in Bonn und dem Rheinland unterwegs. Die Fahrten innerhalb der Stadt Bonn sind für unsere Fahrer eine Zumutung geworden und bedeuten in erster Linie eine deutliche Zunahme an Stress am Arbeitsplatz. Niemand, dessen Beruf es ist, Ware termingerecht vom Betrieb zum Kunden zu transportieren, möchte für eine Strecke von 4 km mehr als 30 Minuten benötigen. Anlieferungen mit festgelegten Uhrzeiten wurden zum Ärger unserer Kunden gänzlich eingestellt. Verlässliche Lieferzeiten konnten trotz Einsatz von modernen Routenplanern nicht mehr gewährleistet werden. Die daraus resultierenden Mehrkosten können wir nicht einfach auf die Preise aufschlagen. Die Transportkosten können nicht an die verschlechterten Voraussetzungen gekoppelt werden, ohne massiv an Kunden und Umsatz zu verlieren.

Weniger Ladezonen bringen nichts. Erst recht keine Getränke!

Michael Küster

Getränkeservice Vendel, Bonn

Wir sind mit unserem Getränke-Lieferservice täglich in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs. Die Fahrt mit dem Transporter und Lkw ist ein wichtiger Bestandteil unseres Berufs. Nicht nur, dass wir durch den ewigen Stau und die vielen Baustellen viel zu spät bei unseren Kunden ankommen. Auch die nicht vorhandenen Ladezonen erschweren die Anlieferung extrem. Oft werde ich aufgefordert, wegzufahren, auch wenn ich gerade 30 Kästen ausladen muss. Besonders in der Maxstraße, in der Kölnstraße oder der Bornheimer Straße ist es schlimm. Aber auch in vielen anderen Straßen.

Unsere Kunden kommen 30 bis 40 Minuten zu spät, weil sie im Stau stecken!

Belgin Özdemir

Friseursalon Belgin Özdemir, Bonn

Meistens ist das so, dass die Kunden zu ihren Terminen mehr als 30-40 Minuten zu spät kommen, weil sie zu lange im Stau stecken. Nachmittags nach Bonn reinzufahren ist einfach nicht möglich. Bonn hat viel mehr zu bieten als das Verkehrschaos. Deswegen sollten wir in die Richtung, dass Bonn für alle attraktiv bleibt. Dass die Leute zu uns wollen, nicht woanders hin. Klar muss sich etwas ändern. Auch Radwege brauchen wir, auch Fußgängerbereiche und auch frische und saubere Luft – aber es muss durchdacht sein.

Unsere Forderungen:

  • Schnelle Erreichbarkeit der Geschäfte, Betriebe und Kunden sicherstellen

    Für die Wirtschaft ist die Erreichbarkeit der Unternehmensstandorte und der Kunden ein wesentlicher Standortfaktor. Für viele Unternehmen, etwa Transport- und Logistikunternehmen, Speditionen, Lieferdienste oder Handwerksbetriebe, ist der Einsatz von Kfz alternativlos. So hat für 83 Prozent der befragten Betriebe der Pkw und für 50 Prozent der Lkw eine hohe Bedeutung. Gleichzeitig sind 63 Prozent mit dem Verkehrsfluss in der Region Bonn/Rhein-Sieg bei diesen Verkehrsmitteln unzufrieden, 73 Prozent sehen eine Verschlechterung in den vergangenen fünf Jahren. Die Unternehmen benötigen für ihre Fahrten zu Geschäften, Betrieben und Kunden immer mehr Zeit. Folgen wie verzögerte Lieferungen, höhere Preise und abgelehnte Aufträge sind für alle spürbar.

    Vorfahrt Vernunft setzt sich deshalb für eine Aufrechterhaltung und Verbesserung des Verkehrsflusses für alle Verkehrsmittel ein. Verkehre aller Art von Pendelnden, Kunden und Lieferanten müssen fließen und die Mobilität von Personen und Waren sicherstellen. Das Auto bleibt Teil des sogenannten Modal Split, also der Aufteilung des Verkehrs auf verschiedene Verkehrsmittel. Es darf deshalb nicht vollständig ausgeschlossen oder besonders benachteiligt werden.

  • Umweltspuren für Wirtschaftsverkehr öffnen

    Vorfahrt Vernunft unterstützt Maßnahmen zur Förderung von umweltfreundlicheren Alternativen zum Kfz. Dazu zählen sogenannte Umweltspuren auf den Fahrbahnen, die den ÖPNV beschleunigen können. Zu einer unverhältnismäßigen Benachteiligung von Kfz darf es dabei nicht kommen. Bei Einrichtung einer Umweltspur werden dem Pkw- und Lkw-Verkehr allerdings große Teile der Verkehrsfläche entzogen, auch wenn sie den größten Anteil auf dieser Strecke ausmachen. So fahren beispielsweise über den Bonner Hermann-Wandersleb-Ring täglich 26.000 Fahrzeuge. 95 Prozent dieser Fahrzeuge sind laut einer kommunalen Verkehrszählung Pkw, denen durch die Einrichtung der Umweltspur die Hälfte der Fläche entzogen worden ist. Umweltspuren können dadurch die Entstehungschance von Staus zu den Hauptverkehrszeiten erhöhen, als Folge kommt es zu höheren Emissionen pro gefahrenen Kilometer. Umweltspuren sollten deshalb eine Ausnahme bleiben und erst nach Prüfung und Simulation umgesetzt werden. Zudem sind Ausnahmeregelungen für die Nutzung der Fahrspuren durch Wirtschaftsbetriebe zu prüfen, um den Wirtschaftsverkehr nicht auszubremsen. Hierzu zählen aus Sicht von Vorfahrt Vernunft beispielsweise Handwerker, Pflegedienste oder auch Taxis.

  • Attraktive Alternativen für Pendelnde anbieten

    Der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen in einer Region hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit von Arbeitskräften ab. Eine gute Erreichbarkeit von Unternehmen steigert die Zahl potenzieller Arbeitskräfte. Dies wird insbesondere aufgrund des Fachkräftemangels immer wichtiger. Auch in der Region Bonn/Rhein-Sieg pendeln täglich viele Tausend Menschen. Allein nach Bonn kommen täglich mehr als 140.000 Menschen zur Arbeit. Ein großer Anteil der Pendelnden nutzt dabei den Pkw, der in vielen Arbeits- und Wohnsituationen derzeit noch unersetzbar ist. Dies führt in Hauptverkehrszeiten zur Überlastung der Straßen. Vorfahrt Vernunft spricht sich für eine Stärkung von Alternativen zum Kfz aus, um negative Umwelteinwirkungen durch den Verkehr zu verringern und gleichzeitig die Straßeninfrastruktur zu entlasten und den Verkehrsfluss auf der Straße zu verbessern. Die Alternativen sollten so attraktiv wie möglich sein. So sollten Park&Ride-Plätze, Bike-&Ride-Plätze sowie Mobilstationen mit alternativen Verkehrsangeboten an zentral gelegenen Hauptstraßen und ÖPNV-Haltepunkten ausgebaut werden. Mögliche Ausbaustandorte wurden bereits durch eine Studie des Zweckverbands go.Rheinland identifiziert und analysiert. Der ÖPNV sollte flächendeckend ausgebaut und enger getaktet werden, um mit dem privaten Pkw in Konkurrenz treten zu können. Dafür sprechen sich auch 64 Prozent der Unternehmen in der Verkehrsumfrage der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Kreishandwerkerschaft Bonn•Rhein-Sieg aus. Auf dem Bonner Stadtgebiet ist als wichtiges Projekt die Bonner Westbahn zu nennen. Auch die Schaffung von Radpendlerrouten aus dem Umland sowie eines von Hauptverkehrsstraßen entkoppelten Radwegenetzes sind wichtig. Zudem sollten neue Mobilitätsformen untersucht und sinnvoll umgesetzt werden. Der Zugang und die Nutzung der diversen Mobilitätsangebote sollten durch die Bündelung auf gemeinsamen digitalen Plattformen und der Bereitstellung über eine gemeinsame digitale Schnittstelle erleichtert werden. Auch die Förderung des betrieblichen Mobilitätsmanagements ist wichtig, um bestmögliche Lösungen für die Wege von und zur Arbeitsstätte zu finden.

  • Alternativrouten erhalten

    Bei Baumaßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen sowie deren Überlastung durch Stau ist es wichtig, passend dimensionierte Alternativrouten anzubieten, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten. Der Wirtschaftsverkehr ist auf verlässliche Routen und Fahrzeiten angewiesen, damit Fahr- und Zeitpläne eingehalten werden können. Nur so bleiben Gewerbestandorte für Lieferanten, Kunden und Fachkräfte erreichbar. Auch die Einschränkung der Kapazität von Straßen, etwa durch die Wegnahme von Fahrspuren oder verkehrsberuhigende Maßnahmen, führt zur Verlagerung des Verkehrs auf Ausweichrouten. Kapazitätseinschränkende Maßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen sollten deshalb vermieden werden, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig müssen Alternativrouten und Umleitungen leistungsfähig bleiben. Sie müssen auch den Verkehr auffangen können, der infolge unvorhergesehener Hindernisse auf Straßen entsteht, etwa durch Unwetter oder Unfälle. Vorfahrt Vernunft setzt sich deshalb für ein leistungsfähiges Straßennetz ein, das auch Alternativen zu überlasteten Hauptachsen beinhaltet.

  • Vorrangrouten für Pkw sicherstellen

    Vorfahrt Vernunft unterstützt grundsätzlich Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen für den ÖPNV und den Radverkehr. Je mehr Menschen vom privaten Pkw auf Alternativen umsteigen, umso geringer ist das Verkehrsaufkommen privater Pkw auf der Straße. In der Verkehrsumfrage der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Kreishandwerkerschaft Bonn•Rhein-Sieg sprachen sich 71 Prozent der Befragten für einen Ausbau des ÖPNV aus, 46 Prozent der Unternehmen befürworten einen Ausbau der Fahrradwege in der Region. Zwei Drittel der Antwortenden sind der Meinung, dass ein bezahlbarer, zuverlässiger und in der Fläche ausgebauter ÖPNV die Verkehrssituation entspannen würde. Der Verkehrsfluss würde gesteigert, während die CO2-Emissionen sinken. Gleichzeitig sprechen sich knapp zwei Drittel der antwortenden Unternehmen für einen Ausbau der Straßen aus, und 83 Prozent messen dem Pkw eine hohe bis sehr hohe Bedeutung für ihre betrieblichen Abläufe bei. Die Herausforderung ist, für alle Verkehrsteilnehmer gleich gute Bedingungen zu schaffen, da sie sich die knappe Verkehrsfläche teilen. Erfahrungen zeigen jedoch auch, dass das Fahrrad in den Wintermonaten weniger genutzt wird und auf andere Verkehrsmittel umgestiegen wird. Diese bereitgestellte Fläche wäre in diesem Zeitraum dann mindergenutzt. Um den konkurrierenden Ansprüchen der Verkehrsteilnehmenden besser gerecht zu werden, spricht sich Vorfahrt Vernunft für entkoppelte Hauptrouten für die verschiedenen Verkehrsteilnehmer aus. So sollte ein durchgehendes Radwegenetz abseits von Hauptverkehrsstraßen geschaffen werden und gleichzeitig Vorrangrouten für den Kfz-Verkehr festgelegt werden. Die Vorrangrouten sollten möglichst geringen verkehrseinschränkenden Maßnahmen unterliegen, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten.

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