Für weniger
2. Reihe!

Ja zur Bonner Verkehrswende,
aber durchdacht.

Ladezonen einrichten

Lieferanten und Speditionen benötigen Ladezonen für die schnelle und unkomplizierte Abwicklung des Wirtschaftsverkehrs. Ladezonen ermöglichen ein legales Parken zum Be- und Entladen, idealerweise in unmittelbarer Nähe zur Lieferadresse. Ladezonen sorgen dafür, dass Lieferungen stressärmer und effizienter ablaufen können und Unternehmen Routen verlässlicher planen und durchführen können. Die Region Bonn/Rhein-Sieg ist unzureichend mit Ladezonen ausgestattet. Dies geht aus der aktuellen Verkehrsumfrage hervor. Hier sieht Vorfahrt Vernunft einen großen Nachholbedarf.

Das sagen die Betroffenen

Weniger Ladezonen bringen nichts. Erst recht keine Getränke!

Michael Küster

Getränkeservice Vendel 

Wir sind mit unserem Getränke-Lieferservice täglich in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs. Die Fahrt mit dem Transporter und Lkw ist ein wichtiger Bestandteil unseres Berufs. Nicht nur, dass wir durch den ewigen Stau und die vielen Baustellen viel zu spät bei unseren Kunden ankommen. Auch die nicht vorhandenen Ladezonen erschweren die Anlieferung extrem. Oft werde ich aufgefordert, wegzufahren, auch wenn ich gerade 30 Kästen ausladen muss. Besonders in der Maxstraße, in der Kölnstraße oder der Bornheimer Straße ist es schlimm. Aber auch in vielen anderen Straßen.

Die täglichen Staus sind für mich Arbeitszeit, die keiner bezahlt.

Michael Linde 

Zimmerei Linde 

Ich bin täglich zu unseren Kunden unterwegs, oft mit schwerem Gerät. Ein reibungsloser Verkehr wäre toll, ist aber leider nie möglich. Die vielen Staus in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis verursachen nicht nur zeitliche Probleme, sondern auch höhere Fahrt- und Logistikkosten, die wir am Ende auf den Kunden umlegen müssen. Ich überlege mittlerweile schon, ob ich überhaupt noch Kundschaft in Richtung Meckenheim annehmen soll, weil der Verkehr dorthin eine einzige Katastrophe ist. Das größte Problem ist in meinen Augen die schlechte Koordination aller Baumaßnahmen.

Wir brauchen in Bonn ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen allen Verkehrsteilnehmern.

Thomas Radermacher

Kreishandwerksmeister Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg

Die Kampagne Vorfahrt Vernunft steht dafür, die Verkehrswende mit Vernunft und Blick für die Realitäten durchzuführen. Das Auto ist und bleibt ein unverzichtbares Verkehrsmittel, insbesondere für unsere Unternehmen und wir brauchen ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen allen Verkehrsteilnehmern. Es ist furchtbar nervig, nach Bonn zu fahren und täglich viel Zeit damit zu verbringen, im Stau zu stehen. Wir verschwenden jeden Tag 2-3 Stunden pro Mitarbeiter im Stau. Das ist nicht nur lästig, sondern auch teuer.

Unsere Kunden kommen 30 bis 40 Minuten zu spät, weil sie im Stau stecken!

Belgin Özdemir

Friseursalon Belgin Özdemir

Meistens ist das so, dass die Kunden zu ihren Terminen mehr als 30-40 Minuten zu spät kommen, weil sie zu lange im Stau stecken. Nachmittags nach Bonn reinzufahren ist einfach nicht möglich. Bonn hat viel mehr zu bieten als das Verkehrschaos. Deswegen sollten wir in die Richtung, dass Bonn für alle attraktiv bleibt. Dass die Leute zu uns wollen, nicht woanders hin. Klar muss sich etwas ändern. Auch Radwege brauchen wir, auch Fußgängerbereiche und auch frische und saubere Luft – aber es muss durchdacht sein.

Baustellen müssen sein, warum alle auf einmal?

Roger Eggemann 

Spedition Mathias Düren  

Ich bin sehr oft für unsere Spedition im Bonner Raum und im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs – zumindest versuche ich es. Mittlerweile fahre ich morgens viel früher los als sonst, um einigermaßen pünktlich bei unseren Kunden anzukommen. Im Stau auf der A562 stehe ich täglich. Die vielen Baustellen in Bonn sind der absolute Wahnsinn. Mit dem Lkw kommen wir da kaum durch, so dass wir fast nur noch mit dem Kleintransporter ausliefern. Dadurch sind dann aber zusätzliche Fahrten notwendig.

Nicht parken können und dazu der Bonner Verkehr – echte Pflegefälle.

Katharina Kierat 

Bonner Pflegedienst 

Ohne die Fahrt mit dem Auto ist meine Arbeit unmöglich. Ich bin täglich mit dem Fahrzeug unterwegs, um mich um meine Pflegebedürftigen zu kümmern. Pflege passiert an 365 Tagen im Jahr. Es ist fast unmöglich, die ohnehin schon viel zu kurz bemessene Zeit für die Pflege zu nutzen. Selbst ein Kurzbesuch zur Verabreichung von Medikamenten oder für eine Insulinspritze wird zum Problem. Auch hierfür muss ich mein Auto irgendwo legal abstellen können. Und um beim nächsten Patienten halbwegs pünktlich zu erscheinen, muss ich mich wieder beeilen, und der Stress geht wieder von vorne los. Ich versorge Menschen, die sich auf mich verlassen müssen. Die Verkehrslage macht dies nahezu unmöglich.

Wir brauchen eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Politik und allen Beteiligten.

Bernd Rott

Stadtbrotbäcker Rott GmbH, Bonn

Als Vertreter des Handwerks fordere ich, dass unsere Stimmen gehört werden. Wir benötigen angemessene Parkmöglichkeiten vor Ort, um effizient arbeiten zu können. In den letzten Gesprächen mit der Stadt wurde die Möglichkeit eingeräumt, mehr Wirtschaftsparkplätze zu schaffen, jedoch ist die aktuelle Anzahl nicht ausreichend. Es bedarf weiterer Maßnahmen, um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern und sicherzustellen, dass Kunden gerne vor Ort einkaufen. Die Politik muss mehr tun, um diese Bedürfnisse zu erfüllen und ein positives Umfeld für Unternehmen und Kunden zu schaffen, denn Bonn ist eine absolut lebenswerte Stadt.

Unsere Forderungen:

  • Ladezonen bedarfsorientiert ausbauen

    Einzelhändler, Spediteure und Lieferdienste transportieren große Liefermengen und schwere Transportgüter und sind deshalb auf Pkw und Lkw angewiesen. Außerdem benötigen sie genügend und ausreichend große Liefer- und Lademöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zu ihrem Unternehmensstandort und ihren Kunden. Liefer- und Lademöglichkeiten sind daher für 55 Prozent der befragten Betriebe relevant. Durch den wachsenden Online-Handel werden Lieferverkehre weiter zunehmen. Aktuell gibt es zu wenig Ladezonen im Stadtgebiet, Lieferdienste parken häufig in zweiter Reihe, da es keine Alternativen gibt. Dieses Verhalten wird durch das Ordnungsamt mit einem Bußgeld geahndet. Daher ist der Erhalt und die Schaffung weiterer Liefer- und Lademöglichkeiten wichtig, sodass Lieferanten legal und in unmittelbarer Nähe zur Lieferadresse be- und entladen können. Bei der Planung zusätzlicher Zonen ist eine Bestandsanalyse der möglichen Lieferziele notwendig, sodass eine Priorisierung erfolgen kann. Hierbei sind die Entfernung, barrierearme Strecken, Liefervolumen sowie das Liefergewicht zu berücksichtigen. Ein Getränkelieferant, der eine Bar beliefert, hat beispielsweise andere Anforderungen an die Ladezone als ein Paketbote. Von einer günstig gelegenen Ladezone können mehrere Betriebe profitieren.

  • Erreichbarkeit für Lieferverkehr gewährleisten

    Speditionen und Lieferdienste sind aufgrund großer und schwerer Liefermengen auf Pkw und Lkw angewiesen. Die steigende Auslastung der Straßen in Bonn verzögert Transport- und Lieferzeiten. Dies geht auch auf Nutzungsänderungen der Straßen und Durchfahrtsbeschränkungen zurück. Hierdurch sind einzelne Standorte für Lieferdienste nur schwer erreichbar. Nutzungsänderungen und Durchfahrtsbeschränkungen verändern auch Routen, die unter Umständen für Pkw funktionieren, nicht aber für Lkw. Die zuständige Ordnungsbehörde hat zudem dafür Sorge zu tragen, dass Ladezonen nicht durch Falschparker zweckentfremdet werden. Eine durch parkende Pkw besetzte Ladezone steht nicht mehr für den Wirtschaftsverkehr zur Verfügung und ist somit auch nicht erreichbar. Für Kunden bedeutet dies verzögerte Lieferungen. Vorfahrt Vernunft setzt sich dafür ein, dass Lieferverkehre reibungslos abgewickelt werden können und darüber hinaus erreichbare Liefer- und Ladezonen bereitstehen.

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Bonn bewegen

Bonn, es ist Zeit, die Initiative zu ergreifen und für Vernunft im Verkehr zu sorgen. Staus, Baustellen, Verzögerungen und Parkplatzprobleme – diese täglichen Herausforderungen kennen wir alle. Seien Sie ein Teil der Veränderung und Gestalten Sie aktiv mit. Laden Sie Bilder von Ihren täglichen Herausforderungen im Verkehr auf unserer Webseite hoch. Machen Sie das Problem sichtbar. Unser Ziel ist es, die Verkehrssituation für Unternehmen vor Ort zu verbessern. Unser Ansatz: gute Verkehrspolitik wird am besten dialogorientiert und ideologiefrei gemacht. Nehmen Sie jetzt aktiv an der Gestaltung unserer Verkehrszukunft teil.

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